Aggression der Supermacht USA gegen Europa

January 15, 2001

 

Einleitung von Alexandre Del Valle* zu seinem Essay «Kriege gegen Europa» (Teil 2)

zf. Wie Alexandre Del Valle im ersten Teil seiner Einleitung** ausführte, geht es ihm nicht darum, das US-amerikanische Volk zu verurteilen. Er analysiert vielmehr die Strategien der führenden Klasse der USA. Diese Strategien sind geprägt von einem aggressiven Machtwillen und zerstörerischer Profitsucht. Die USA streben auf diesem Hintergrund eine globale Hegemonie an. Brzezinski plazierte am 5.Januar 2001 in der Wochenzeitung «Die Zeit» einen Artikel, der Del Valles Analyse hinsichtlich der US-amerikanischen Geopolitik bestätigt. In kaum zu überbietender Arroganz und Kaltschnäuzigkeit belegt Brzezinski das Hauptziel dieser Geopolitik einmal mehr: Europa soll Vasall der USA sein und bleiben, und zwar auch unter der neuen republikanischen Administration. Die Europäer tun gut daran, die konstruktiven Kräfte zu sammeln, um «antihegemoniale Koalitionen» zu bilden, und damit diesem aggressiven Treiben ein Ende zu bereiten.

 

Neue Ost-West-Spaltung Europas, made in USA

Im Wissen darum, dass ein starkes und unabhängiges Europa imstande wäre, Amerika in allen Bereichen der Macht, vor allem im wirtschaftlichen, zu übertreffen, wollen die amerikanischen Strategen um jeden Preis jegliche europäische Autonomie im Keim ersticken, um zu verhindern, dass klarblickende führende Leute versuchen, ein kontinentales Gross-Europa zu errichten, indem sie «die zwei Lungen», die orthodoxe und die westliche, versöhnen. Daher der amerikanische Wille, den europäischen Kontinent zu schwächen und seine Wirkung zu verwässern, indem die Türkei - im Namen der Nato - der Europäischen Union angegliedert wird und indem diese so noch ein wenig mehr von Russland entfernt wird, damit die Bildung eines unabhängigen und starken kontinentalen Gross-Europa, das imstande wäre, mit den Vereinigten Staaten zu konkurrieren, nie Wirklichkeit werden kann.

Gegenüber Osteuropa führen die Vereinigten Staaten daher eine doppelte Politik: Erstens soll die Nato bis vor die Türe Russlands erweitert werden, indem die antirussischen Nationen des ehemaligen Sowjetblocks, die sich auf dem Wege der Industrialisierung befinden und die sowohl katholisch-protestantischer (Ungarn, Polen, die ehemalige Tschechoslowakei u.a.) als auch islamischer Kultur sind (Türkei, islamische Republiken Zentralasiens, Bosnien, Kosovo-Albanien u.a.), in die «westliche Welt» integriert werden; zweitens soll Russland geschwächt, nach Asien «zurückgedrängt» und von Westeuropa getrennt werden. Es geht also darum, den europäischen Kontinent in zwei Teile zu spalten, indem ein «neuer kalter Krieg» zwischen einem post-byzantinischen, ex-sowjetkommunistischen Osten und einem amerikanisierten Westen reaktiviert wird, also ein neuer «geo-zivilisatorischer Schock» zwischen den «zwei Europa», die sich angesichts der islamisch-westlichen und der sozial-ökonomischen Probleme gegenüberstehen.

Neuer Vorhang aus Eisen und Blut

Mit dieser Entschlüsselungshilfe werden die tiefgründigen Ursachen des «Kosovo-Krieges» klarer: Jede auf Pristina oder Belgrad abgeworfene Bombe hiess, den alten Groll zwischen den zwei «europäischen Lungen» wachzurufen, die schmerzhaften Brüche wieder einzuführen, die Europa vom grossen Schisma bis zur Aufteilung an der Konferenz von Jalta in der Vergangenheit gespalten hatten. Dies auf Kosten der Unabhängigkeit und der geo-strategischen Einheit des Alten Kontinents, waren diese Brüche doch seit dem Fall der Berliner Mauer und der Perestroika daran zu verheilen. Kurz gesagt handelt es sich um die Einführung eines neuen «Vorhangs aus Eisen und Blut» zwischen dem «Westen» und dem «Osten» und um das Aufwiegeln des «Westens» gegen den «orthodoxen Block».

Die wichtigen Schlüsselbegriffe «Zivilisation» und «Westen» werden Gegenstand der Darlegungen in verschiedenen der folgenden Kapitel sein, wobei die seit mehr als zehn Jahren stattfindenden Ereignisse in Irak und in Ex-Jugoslawien einerseits die «guten Westler», anderseits die «schlechten Ostler» auf den Plan gerufen haben; die letzteren sind dabei immer asiatisch, slawisch-orthodox oder arabisch-islamisch. Wie wir noch sehen werden, scheint die Vorstellung vom «Westen» - oder der «Occidentismus», um den Begriff des russischen Soziologen Alexander Sinowiew zu verwenden - eine semantische Waffe, ein «zivilisatorisches Täuschungsmanöver» geworden zu sein, das vor allem dazu dient, Europa hinters Licht zu führen und es in die gefährlichen Unternehmungen des amerikanischen «Westens» einzubinden, um so die Verantwortung und die grundlegende strategische Motivation der Regierungen jenseits des Atlantiks zu schwächen, ebenso wie sie vom ideologischen und «zivilisatorischen» Standpunkt aus zu rechtfertigen.

Auf neuem und gleichwertigem Boden

Strategisch gesehen läuft Europa, der alte europäische Kontinent als Ganzes, Gefahr, die Rechnung des «Occidentismus» und die strategische Steuer des «Atlantismus» sehr teuer zu bezahlen, beides der Deckmantel für die Unterordnung unter die Vereinigten Staaten: Von innen her gespalten, durch einen neuen sozioökonomischen und «zivilisatorischen Eisernen Vorhang» in zwei Teile geschnitten, in die Zange genommen von einem rachsüchtigen islamischen Süden und einem identitätszerstörenden, weltbeherrschenden amerikanischen «Westen» (eine durch den amerikanischen Soziologen Benjamin Barber analysierte kommerziell ausgerichtete «McWorld»-Pseudokultur), scheint Europa kaum bereit, mit den ernsthaften Herausforderungen des 21.Jahrhunderts umgehen zu können - Europa droht mitsamt seiner jahrtausendealten Zivilisation unterzugehen, wenn es nicht sehr schnell reagiert.

Statt sich als geo-zivilisatorische Macht zu verstehen und seine amerikanischen und russischen Partner einzuladen, auf neuem und gleichwertigem Boden eine slawisch-westliche Front angesichts des islamischen Fundamentalismus zu bilden - der gleichermassen anti-westlich und anti-orthodox ist -, und statt die Völker des Südens, vor allem die arabisch-muslimischen - die ersten Opfer des fanatischen Islamismus - zu ermutigen, der demographischen Explosionsspirale, der Verarmung und der fundamentalistischen Gewalt zu entkommen, amerikanisiert sich Europa unterwürfig. Es trennt sich von der slawisch-orthodoxen Lunge ab und bleibt passiv angesichts der fürchterlichen demographischen und strategischen Herausforderung, welche aus dem von Alfred Sauvy und Pierre-Marie Gallois beschriebenen «unvermeidbaren Aufstieg des Südens gegen den Norden» besteht.

Mehrere «Afghanistans» mitten in Zentraleuropa

Anstatt Europa beim Kampf gegen die globale Bedrohung des antiwestlichen Islamismus zu unterstützen, fördert Washington seinerseits die Errichtung von strategischen Stützpunkten des Fundamentalismus in Bosnien, Albanien und in Kosovo. Im Grunde genommen mehrere «Afghanistans», mitten in Zentraleuropa, eine, zwei oder drei

Flugstunden von Rom oder Paris entfernt ...

Die Folgen des westlich-amerikanischen Krieges gegen Serbien, von einem unvermuteten Ausmass, drohen, sich noch während langer Jahrzehnte bemerkbar zu machen, so tief sind die wiederaufgerissenen alten Wunden, welche die schlimmsten Auswüchse möglich machen. Wenn diese Folgen den USA auch kurzfristig günstig erscheinen, so sind sie letzten Endes nachteilig für die vitalen Interessen Kontinentaleuropas und des Westens insgesamt. Ihr strategischer Haupteffekt wird es sein, mittel- und langfristig die sunnitische «islamische Internationale» zu stärken, einst beschränkt auf das Gebiet zwischen Pakistan und Afghanistan und unterhalten durch Riad, heute präsent in der Gesamtheit der muslimischen Welt - ausser im schiitischen Iran - und sogar auf dem Balkan in Europa. Ganz zu schweigen von dem Erwachen des türkischen Ultranationalismus in seiner post-kemalistischen, neo-ottomanischen und pan-tourahnischen Form, dessen ethno-religiöser Irredentismus und Eroberungswille sich in ganz Eurasien, auf dem Balkan, von China bis zum griechischen Thrakien über das im Entstehen begriffene Grossalbanien und Bosnien bemerkbar macht.

Gleichzeitig können der Wille der Amerikaner, die Russen bis zum letzten Moment aus den Verhandlungen in Rambouillet herauszuhalten, und die «irrtümliche» Bombardierung der chinesischen Botschaft in Serbien als überlegte Absicht von seiten der USA interpretiert werden, einen neuen Kalten Krieg auszulösen. Diesmal findet er statt zwischen dem industrialisierten Westen, einschliesslich der Schwellenländer und Japan, und der «widerspenstigen», nicht «westlichen» Welt (hauptsächlich Russland, Weissrussland, Jugoslawien; China und Nordkorea; Indien), in dem Sinne, wie ihn die Mitglieder des Wirtschaftsforums von Davos und die Verfechter der freien Wirtschaft verstehen. Gemäss den amerikanischen Strategen und Ökonomen wäre das Lager der «Widerspenstigen» potentiell empfänglich dafür, die Hegemonie Washingtons in der Welt in Frage zu stellen. Von daher rührt das ehrgeizige amerikanische Raketenabwehrprogramm, welches die russischen und asiatischen Atommächte neutralisieren soll.

Zynische «divide et impera»-Strategie

Vor allem daher kommt die pro-islamische Strategie der Vereinigten Staaten, die zum Ziel hat, die drei «schädlichsten» Herausforderer zu schwächen:

Indien, das in Kaschmir im Clinch mit den pakistanisch-afghanischen Islamisten ist, die früher von der CIA gegen die Sowjets unterstützt worden waren; China, das ebenfalls im Konflikt liegt mit denselben separatistischen Islamisten in Xinjiang, einer an Erdöl und Erdgas reichen Region, die von türkischen Moslems bewohnt wird; und Russland, gegen welches ehemalige tschetschenisch-saudiarabische «Afghanen», wie Bessajew oder Khattab, den ganzen Kaukasus und Zentralasien in Brand zu setzen drohen, um Moskau das strategische Hinterland und die
Erdölreserven und -pipelines zu entreissen.

Wie man sieht, sind die meisten der wichtigsten zivilisatorisch-strategischen Kampfschauplätze, die wichtigsten labilen Zonen der Welt, von der äusserst pragmatischen und zynischen «divide et impera»-Strategie der Amerikaner geprägt. Für den Westen in seinen verschiedenen Ausprägungen, also auch für die amerikanische Gesellschaft, erweist sich diese Strategie jedoch langfristig gesehen als selbstmörderisch. Dennoch wird sie von den angelsächsischen Grossunternehmen - die zu allem bereit sind, um neue Märkte zu gewinnen - und den amerikanischen Behörden - durch ihre Machtgier geblendet - koste es, was es wolle, verteidigt, unabhängig vom Preis, den die anderen Teile des «Westens» werden bezahlen müssen.

«Efficiency first for us»

Dieser berühmte Ausspruch, den die Amerikaner heute noch gern verwenden, trifft die Denkweise der führenden Klassen in Übersee recht gut. [...]

Von daher rührt zweifellos nicht nur der kämpferische Geist der Amerikaner, der in gewisser Hinsicht bewundernswert ist und den Europäern zurzeit völlig zu fehlen scheint, sondern vor allem diese Mentalität von eroberungswütigen und skrupellosen businessmen, die zu allem fähig sind, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Die sogar bereit sind, den langfristigen strategischen Interessen ihrer Länder und ihrer Zivilisation schwerwiegenden Schaden zuzufügen.

Amerika: einer der Hauptfaktoren des Krieges in der Welt

Die Vereinigten Staaten, eine hegemoniale Handelsnation, sind von sich überzeugt, die einzige wahre Demokratie zu repräsentieren, eine Demokratie, die von einem «amerikanischen» Gott gesegnet ist, der nicht zögert, sich auf den grünen Geldscheinen zu verkünden (In God we trust), und der das amerikanische Unternehmen in der weiten Welt beschützt. Diese Gewissheit erlaubt es Präsident Clinton zu behaupten, dass Amerika die «unentbehrliche Nation des Planeten» geworden ist, und lässt den Strategen Zbignjew Brzezinski von einer «wohlwollenden Hegemonie der Vereinigten Staaten» sprechen ...

Da sie die gerechte Nation par excellence und «unentbehrlich» sei, habe sie also die heilige Pflicht, um jeden Preis - wenn nötig mit Embargos und Luftangriffen - und überall

ihr «demokratisches Modell» zu den anderen Völkern des Planeten, welche selbst unerträglich überholt und mittelalterlich seien, zu exportieren. Aufgrund dieser Geisteshaltung erscheinen die traditionellen Zivilisationen sowohl als Anomalien als auch als lebende Vorwürfe, welche die amerikanischen Regierenden daran erinnern, dass unverkäufliche Werte wie Identität oder Geschichte manchmal den Vorrang haben vor der reinen Suche nach Gewinn.

Wenn für die Realisierung amerikanischer Interessen möglich und notwendig, muss man also das, was der amerikanische Linguist Noam Chomsky «Bedrohung durch das gute Beispiel» nennt, von der Oberfläche des Globus verschwinden lassen. Chomsky meint damit in Wirklichkeit die Völker, die sich widerspenstig gegenüber dem «American way of life» und der neuen Weltordnung zeigen. So wird nun auch die unmässige Verbissenheit der Vereinigten Staaten gegenüber Ex-Jugoslawien oder dem Irak, morgen vielleicht gegen China und schliesslich gegen Indien und Russland verständlich, wenn die totale militärtechnologische Überlegenheit Washingtons vollständig erreicht würde. Chomsky bezeichnet als «gute Beispiele» die relativ lebensfähigen Regierungen, die jedoch gegenüber der amerikanischen Hegemonie und ihrer liberalkapitalistischen Vision der Welt Widerstand leisten. Somit sind diese geeignet, in der «westlichen Ordnung» Nachahmer zu finden, die «sich nicht anpassen» oder die gar in der Lage sind, «antihegemoniale» Koalitionen zu bilden. Man muss also festhalten, dass seit dem Ende des kalten Krieges Amerika nicht nur nicht mehr Garant des Weltfriedens und der Demokratie ist, was es immer vorgab zu sein - und es teilweise in der Vergangenheit durch seine Strategen und Staatsmänner auch war -, sondern geradezu einer der Hauptfaktoren der Destabilisierung und des Krieges in der Welt.

Totaler Krieg - made in America

Wenn es den Vereinigten Staaten gelingt, einseitig überall Kriege zu erklären, ohne mehr als eine lächerliche Stimmenthaltung oder ein Veto von China innerhalb der Uno hervorzurufen oder gar eine ebenso symbolische wie verzweifelte Handbewegung aus Moskau, dann liegt das sicherlich daran, dass sie die stärksten in allen Machtbereichen sind, aber auch daran, dass sie zuerst die nicht-militärischen Instrumente gebrauchen, die zur modernen Kriegsführung, zum «totalen Krieg», gehören. Dieser beinhaltet den Medienkrieg oder «Informationskrieg» - verstärkt durch einen «Stellvertreterkrieg» -, den Wirtschafts- und Technologiekrieg und vor allem den psychologischen Krieg. Zwar mussten sie einige militärische, politische und wirtschaftliche Niederlagen da und dort einstecken, so zum Beispiel in Vietnam, in Kuba, kürzlich in Somalia und in gewissem Masse auch im Iran und im Libanon, und waren einem «wirtschaftlichen Angriff» Japans in den siebziger und achtziger Jahren ausgesetzt.

Dennoch haben die Vereinigten Staaten in den letzen zehn Jahren einen aussergewöhnlichen wirtschaftlichen Aufschwung erreicht, der in vielerlei Hinsicht modellhaft ist für das alte sozialdemokratische Europa. Ebenso haben sie eine aussergewöhnliche Restrukturierung ihres ganzen Verteidigungsapparates und der Wirtschaftsinformationsbeschaffung durchgeführt. Die amerikanischen Strategen und Entscheidungsträger haben die globale Strategie ihres Landes vollkommen neu überdacht. Diese ist grundsätzlich geo-ökonomisch geworden, führt zu Fusionen und Zusammenschlüssen von sich ergänzenden Industrien, sie verbindet politische, administrative, wirtschaftliche, industrielle, mediale und militärische Bereiche miteinander und glänzt speziell im Bereich des «totalen Krieges».

Das Ergebnis ist ein wirtschaftlich blühendes Amerika, wettbewerbsfähiger, aber auch eroberungslustiger, aggressiver und selbstsicherer denn je zuvor - Samuel Huntington gebraucht den Begriff «arrogant» -, in jedem Fall viel weniger naiv und unschuldig als die unverbesserlichen Pro-Amerikaner Europas und anderer Regionen glauben, für die «die Amerikaner, die uns zweimal befreit haben» - was auch so war - «grosse Kinder [seien], die nicht in der Lage wären, absichtlich den Interessen ihrer europäischen Schützlinge und Alliierten zu schaden» ...

Im ersten Teil [des Essays von Del Valle] wird aufgezeigt, dass die Vereinigten Staaten sich eher wie Gegner, und sogar manchmal wie Feinde, als wie Alliierte Europas verhalten. Dies, obwohl sie früher oder später genauso wie die Europäer bedroht sein werden vom selben islamischen Totalitarismus, einer neuen Form von weltweitem theokratischem Faschismus, der danach strebt, die dritte Welt zum Angriff auf den Westen zu bewegen. Die Vereinigten Staaten brechen auf diese Weise die «zivilisatorische westliche Front» auf, indem sie den Namen «Westen» für sich beanspruchen. Anschliessend werden wir die verschiedenen Aspekte des «totalen Krieges» vorstellen, der von den Vereinigten Staaten gegen den Rest der Welt und im besonderen gegen den «europäischen Alliierten» geführt wird. Dabei werden die Fakten sachlich analysiert, d.h. die politischen Stellungnahmen und Entscheidungen der wichtigsten amerikanischen Führer geschildert und den Analysen ihrer Berater gegenübergestellt. Im zweiten Teil werden die politischen, historischen, geistigen und psychologischen Ursachen analysiert, die Europa dazu gebracht haben, freiwillig zum Vasallen der Vereinigten Staaten zu werden und an der eigenen strategischen und kulturellen Selbstzerstörung mitzuwirken. Anschliessend werden wir versuchen, die wirklichen geopolitischen und strategischen Motivationen ans Licht zu bringen, welche die Vereinigten Staaten und die Nato dazu getrieben haben, in unverhältnismässigem Masse ihren militärischen Machtapparat am Persischen Golf wie auch in Ex-Jugoslawien zum Einsatz zu bringen.

*Alexandre Del Valle ist Forscher im CRAG (Centre de Recherche et d'Analyse géopolitique, Paris VIIIe) und Mitarbeiter zahlreicher geopolitischer und tagespolitischer Zeitschriften.

** Alexandre Del Valle: Guerres contre l'Europe. Bosnie - Kosovo - Tchétchénie ... Essai. Editions des Syrtes. Paris 2000, ISBN 2-8454-5018-4 (Übersetzung Zeit-Fragen)

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